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Demontrationen und Verhaftungen am 'Tag der Nationalflagge' in Russland

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Demontrationen und Verhaftungen am 'Tag der Nationalflagge' in Russland

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Mit einer Kundgebung und einem Konzert auf dem Puschkin-Platz in Moskau haben Aktivisten für die Erhaltung eines Eichenwaldes in einem Vorort nördlich von Moskau demonstriert. Er soll wegen einer geplanten Autobahn abgeholzt werden. Für das Konzert mit bekannten Rockmusikern Russlands hatten die Behörden keine Verstärker erlaubt, also spielten und sangen sie akustisch. Nach einer weiteren genehmigten Kundgebung in Moskau festgenommen wurde der frühere Vizeregierungschef
Boris Nemzow. Er wollte mit rund 100 Oppositionellen eine große russische Flagge durch das Zentrum der Hauptstadt tragen. Insgesamt
wurden 20 Personen festgenommen. Der 22. August wird in Russland als ‘Tag der Nationalflagge’
begangen und ist seit 1994 ein Feiertag. Am 22. August 1991 war der damalige Präsident Boris Jelzin mit einer russischen Flagge auf einen Panzer geklettert, um Widerstand gegen kommunistische Putschisten zu leisten. Die historische Trikolore löste kurz darauf die rote Fahne der Sowjetunion ab.