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Flutwelle erreicht Südpakistan

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Flutwelle erreicht Südpakistan

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Während das Hochwasser im Norden Pakistans langsam zurückgeht, steigen im Süden in der Provinz Sindh die Pegel des Indus weiter. Shahdadkot, eine Bezirkshauptstadt im Norden der Provinz mit rund 400,000 Einwohnern, wurde evakuiert. Mehrere hunderttausend Menschen brachten sich in Sicherheit. In höhergelegenen Gebieten wurden Notaufnahmelager eingerichtet. Die Wassermassen überfluten jetzt die wichtigen Reisanbaugebiete im Süden des Landes.

Wenn sie in den nächsten Tagen landesweit zurückgehen ist die Katastrophe noch lange nicht überstanden. Bei ihrer Rückkehr werden die Menschen sehr wenig vorfinden, da Häuser, Straßen und die Ernte fortgespült wurden. Pakistans Außenminister Shah Mehmood Qureshi bedankte sich für die Fluthilfe aus aller Welt. Die Resonanz der Staatengemeinschaft sei überwältigend, sagte er in Islamabad.

Bislang hat Pakistan Hilfszusagen über 640 Millionen Euro erhalten. Die von den Vereinten Nationen geforderten 360 Millionen Euro wurden damit weit übertroffen. Experten schätzen, dass für den Wiederaufbau des Landes 12 Milliarden Euro erforderlich sein werden. Im Laufe des Tages will der Internationale Währungsfonds (IWF) mit der pakistanischen Regierung über weitere Hilfen beraten.