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Verschüttete Kumpel werden versorgt

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Verschüttete Kumpel werden versorgt

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Die seit 18 Tagen unter Tage eingeschlossenen chilenischen Bergleute sind zum ersten Mal mit Nahrungsmitteln und Medikamenten versorgt worden. Über einen Schlauch wurden Glukoselösungen und Hydrationsgel in 700 Meter Tiefe gebracht. Über eine Funktelefonverbindung gaben die Eingeschlossenen Auskunft über ihren Gesundheitszustand und ihre Lage.

Die 33 Kumpel hatten in einem 50 Quadratmeter großen Schutzraum das Unglück überlebt und halten sich jetzt in einem Stollen auf. Wasserbehälter und Ventilationsanlagen haben ihr Überleben gesichert, es fehlt ihnen aber an Nahrung. Experten vermuten, dass eine Befreiungsbohrung 30 bis 90 Tage in Anspruch nehmen wird.

Jetzt sollen zwei neue Schächte gebohrt werden, ein kleiner für die Versorgung der Eingeschlossenen in den kommenden Wochen, ein größerer, durch den die Kumpel wieder über Tage gebracht werden können. Dazu werden stärkere Bohrgeräte zur Unglücksmine San José in Chiles Atacama-Wüste verlegt.

Staatspräsident Sebastián Piñera, der sich persönlich vor Ort ein Bild von der Lage machte, versprach eine Verschärfung der Sicherheitsbestimmungen. Mehrere Beamte der Bergaufsicht wurden von ihren Ämtern entbunden. Für den Präsidenten könnte sich das bei dem Bergwerksunglück gewonnene “Macher-Image” politisch auszahlen.