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Über 50 Tote bei Anschlagserie im Irak

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Über 50 Tote bei Anschlagserie im Irak

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Einen Tag, nachdem die Kampftruppen der US-Armee den Irak endgültig verlassen haben, ist das Land von einer Anschlagsserie erschüttert worden. In insgesamt zehn Städten wurden nach Angaben von Polizei und Rettungskräften mehr als 50 Menschen getötet, vor allem Polizisten. Rund 250 Menschen wurden verletzt. Der schwerste Anschlag ereignete sich in Al-Kut, etwa 160 Kilometer südöstlich der Hauptstadt.

Die Sprengstoffanschläge und Selbstmordattentate waren offenbar koordiniert, binnen weniger Stunden explodierten landesweit 14 Autobomben.

Mit der Anschlagsserie verstärkt sich der Druck auf die irakische Regierung, die bereits geschwächt ist. Die Parlamentswahlen im vergangenen März haben keinen klaren Sieger hervorgebracht. Wegen des seither andauernden Streits um
Schlüsselpositionen konnte noch keine neue Regierung gebildet werden. Die Bevölkerung befürchtet nun einen weiteren Anstieg der Gewalt.

Ab Ende des Monats müssen die irakischen Sicherheitskräfte allein für Schutz und Ordnung sorgen. Dem irakischen Generalstabschef Babaker Shawkat Zebari zufolge ist das Land noch weit davon entfernt, ohne die Unterstützung der US-Truppen die innere Sicherheit zu gewährleisten.