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Besuch in einem Lager: "Die Roma gehören nicht zur Bevölkerung"

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Besuch in einem Lager: "Die Roma gehören nicht zur Bevölkerung"

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Immer wieder schicken westeuropäische Staaten Roma aus Südosteuropa heim in ihre Herkunftsländer. Immer wieder kommen diese zurück. Warum? Ein Besuch in einem Lager im nordfranzösischen Mons en Baroeul bei Lille. Hier ist auch Pater Arthur aktiv, der wurde bekannt, weil er Präsident Sarkozy einen Herzinfarkt wünschte.

“Warum kommen wir wieder aus Rumänien? Weil es auch dort Menschen gibt, die uns nicht gefallen. Wir haben keine Hilfe. Es war beachtenswert, wie Pater Arthur kam und uns Hilfe brachte, oder Kuchen. In Rumänien gibt es das nicht. Hier gibt es Möglichkeiten, sogar Sozialhilfe haben wir bekommen”, sagt Gabriel-David Radu.

Frankreich drängt in Brüssel darauf, dass die rumänische Regierung europäische Hilfsgelder effizienter einsetzt. Außerdem wollen Paris und Bukarest gemeinsam eine Aufstockung der EU-Förderung beantragen.

Martine Puzin von der französischen Hilfsorganisation Pierre Blanche sagt: “Die EU-Kommission hat darauf hingewiesen, dass sie der rumänischen Regierung 20 Milliarden Euro für die Entwicklung des Landes zur Verfügung gestellt hat, aber es scheint, als gehörten die Roma für sie nicht zur rumänischen Bevölkerung. Offenbar haben die Roma seit Jahren keine Eingliederungshilfe erhalten. Sie werden in ihrem Land gehasst, man muss es so sagen. Ich war gerade in Rumänien, ich habe es gesehen.”