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Massenmord in Mexiko

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Massenmord in Mexiko

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Auf einer abgelegenen Ranch im Norden Mexikos haben Soldaten 72 Leichen gefunden. Bei den Toten handelt es sich vermutlich um Migranten aus Mittelamerika, Ecuador und Brasilien. Das Schleusen von Migranten durch Mexiko in Richtung Norden gilt als ein lukratives Geschäft der organisierten Kriminalität, bei dem auch die Drogenkartelle mitmischen.

Die Hacienda nahe der Stadt San Fernando im Bundesstaat Tamaulipas liegt knapp 150 Kilometer von der texanischen Grenze entfernt. Die Streitkräfte waren von einem Verletzten über einen Angriff auf die Ranch informiert worden. Der Ecuadorianer wird nun in einem Krankenhaus bewacht.

Als Marine-Infantristen die Ranch betreten wollten, wurden sie beschossen. Bei dem Feuergefecht wurden ein Soldat und drei der Schützen getötet. Ein Minderjähriger wurde festgenommen. Ein Massenmord dieses Ausmaßes ist selbst für das von einem Krieg mächtiger Drogenkartelle geplagte Land außergewöhnlich.