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Russland: Getreidepreise explodieren

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Russland: Getreidepreise explodieren

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Die Geschäfte und Läden verfügen kaum noch über Reserven zum Verkauf – und wenn doch, dann zu deutlich erhöhten Preisen. Nicht nur Weizen ist merklich teurer geworden, auch Linsen oder der so beliebte Buchweizen sind im Preis gestiegen.
 
Wer auf die einfache Küche angewiesen ist, merkt das im Portemonaie. So klagt diese alte Frau:
“Die Milch hat vorher zum Beispiel 21 Rubel gekostet. Wenn sie jetzt nur um fünfzig Kopeken teurer würde, na schön, aber ganze vier Rubel mehr, das ist zu viel.”
 
Auch die Brotpreise wurden deutlich erhöht. Im Land fragen sich die Leute, wer sie denn eigentlich verursacht hat, die Preisexplosion. Jeder gibt dem Anderen die Schuld: “Wir Ladenbesitzer machen keinen zusätzlichen Gewinn”, sagt eine Händlerin.
“Wenn die Produkte teurer werden, dann weil die Großhändler die Preise erhöhen.”
 
Dabei sind 60 Prozent Preissteigerung in wenigen Wochen nun wirklich keine Kleinigkeit: Die Großhändler wiederum reichen den schwarzen Peter weiter an die Bauern: “Die Produzenten drehen an der Preisschraube”, heißt es bei ihnen. “Sie haben die Preise nach den Berichten über die Ernteeinbußen künstlich erhöht.”
 
Wen die Preiserhöhung letzten Endes am härtesten trifft, das sind die Ärmsten der Armen – unter ihnen vor allem Rentner. Von dem Versprechen der Regierung, entschlossen gegen die Preistreibereien vorzugehen, ist bislang in Russland nichts zu bemerken.