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EU droht Island wegen Makrelen-Fangquoten

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EU droht Island wegen Makrelen-Fangquoten

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Die Europäische Kommission hat Island und die Färöer-Inseln erneut aufgefordert, ihre erhöhten Fangquoten für Makrelen wieder zu senken.
Der Konflikt könne die bevorstehenden EU-Beitrittsverhandlungen mit Island belasten, erklärte Fischerei-Kommissarin Maria Damanaki.

Die Makrelen-Beständen haben in nördlichen Gewässern stark zugenommen, nachdem es diesem Fisch weiter südlich zu warm geworden ist.

Daraufhin setzten Island und die zu Dänemark gehörenden, aber weitgehend autonomen Färöer-Inseln haben ihre Fangquoten herauf – sehr zum Ärger schottischer Fischer, die sich an ihre Quoten halten müssen.

Im Hafen von Peterhead verhinderten sie jüngst die Entladung eines Fischerboots von den Färöer Inseln. Die Färöer Fischer und auch die Isländer verkaufen einen großen Teil ihres Fangs in britischen Häfen.

Schon ist von einem Makrelen-Krieg die Rede, denn der Konflikt erinnert an den Kabeljau-Krieg der 70er Jahre, als britische und isländische Schiffe im Fanggebiet des damals noch reichlich vorhandenen Kabeljaus zusammenstießen.