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Neue Verfassung Kenias in Kraft gesetzt

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Neue Verfassung Kenias in Kraft gesetzt

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Bei einer großen Zeremonie in Nairobi hat der Präsident Kenias die neue Verfassung unterzeichnet und in Kraft gesetzt. Sie war Anfang August bei einer Volksabstimmung mit großer Mehrheit  angenommen worden. Zehntausende waren in das Stadion im Uhuru-Park gekommen, wo Jomo Kenyatta vor bald fünfzig Jahren die Unabhängigkeit des Landes proklamiert hatte.
Präsident Mwai Kibaki setzte die neue Verfassung in Kraft, die seine Macht begrenzt und  die Rechte der Bürger erweitert. Die Reform ist auch ein Kompromiss im Machtkampf zwischen dem Präsidenten und seinem Hauptrivalen, dem Regierungschef Raila Odinga. Nach der Präsidentenwahl Ende 2007 waren bei monatelangen Unruhen mindestens 1300 Menschen ums Leben gekommen.
Zur der Zeremonie in Nairobi waren zahlreiche afrikanische Staatschefs angereist, darunter auch der vor dem Internationalen Strafgerichtshof angeklagte Präsident des Sudan, Omar el Baschir. Ihm werden Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der Unruheprovinz Darfur vorgeworfen. Da Kenia den Gerichtshof anerkennt, hätten die Behörden Baschir festnehmen müssen.