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Erste Bilder von verschütteten Bergleuten

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Erste Bilder von verschütteten Bergleuten

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Von den 33 unter der Erde eingeschlossenen Bergleuten in Chile gibt es erste Bilder. Seit 21 Tagen sind die Kumpel unter Tage gefangen, damals stürzten Stollen einer Mine in der Atacama-Wüste ein. Die chilenische Regierung hatte die Kamera durch ein 15 Zentimeter breites Bohrloch in die Grube einführen lassen, das auch zur Versorgung mit Lebensmitteln dient.
 
Über Tage wird für die Eingeschlossenen gebetet, mehr bleibt ihren Familien nicht übrig. “Geduld ist unser Prinzip”, sagt die Schwester eines der Eingeschlossenen, “wir haben schon geduldig auf sie gewartet, als wir noch nicht einmal wussten, dass sie noch leben. Jetzt haben wir umso mehr Gründe, hier zu bleiben.”
 
Unfälle dieser Art sind in Chile keine Seltenheit, seit 2000 starben pro Jahr durchschnittlich 30 Bergleute bei Mineneinstürzen. Die nun unter Tage eingeschlossenen Kumpel werden viel Geduld brauchen. Zwar wird momentan ein Rettungstunnel gebohrt, seine Fertigstellung kann aber noch bis zu vier Monate dauern.