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Neun Millionen auf der Flucht vor den Fluten

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Neun Millionen auf der Flucht vor den Fluten

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Einen Monat nach Beginn der Jahrhundertflut in Pakistan richten die Wassermassen nun verheerende Schäden im Süden des Landes an.
Nach UNO-Angaben wurden in der Provinz Sindh innerhalb von 48 Stunden mehr als eine Million weitere Menschen in die Flucht getrieben. Allein in der Region Thatta mussten Hunderttausende nach einem Deichbruch ihre Häuser und Höfe verlassen. Landesweit sind nun schätzungsweise neun Millionen Menschen auf der Flucht.

Der Hilfebedarf sei enorm, erklärte ein UNO-Sprecher:
“Ursprünglich hatten wir geschätzt, dass sechs Millionen Menschen Soforthilfe brauchen, aber dann wurden es acht Millionen, und nun, mit einer weiteren Million in Sindh, wissen wir einfach nicht mehr, wie sich die Zahl weiterentwickeln wird.”
Mehr als 1600 Menschen kamen bisher ums Leben.

Viele Menschen suchen Schutz vor den Fluten auf Anhöhen, und sei es ein höhergelegener Friedhof:
“Wir sind auf den Friedhof von Makli geflüchtet,” sagte eine Frau, “aber hier haben wir nicht genug zu essen, sauberes Trinkwasser fehlt auch. Von der Regierung ist niemand gekommen, um uns zu helfen. Wir haben alles in unseren Häusern zurückgelassen.”

Derweil warnte das US-Außenministerium Helfer in Pakistan vor möglichen Anschlägen: Es gebe Informationen über eine Bedrohung durch Gruppen wie die radikal-islamischen Taliban.