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Demonstrationen gegen drohende Steinigung

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Demonstrationen gegen drohende Steinigung

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In Paris und an anderen Orten weltweit haben Menschen gegen die drohende Steinigung einer Frau im Iran demonstriert. In Frankreich hat der Fall besonders großes Aufsehen erregt; mehr als 15 000 Menschen haben einen französischen Online-Aufruf unterzeichnet. Zu der Kundgebung in Paris kamen dreihundert Menschen zusammen, darunter auch Prominente wie der Schriftsteller Marek Halter: “Für mich repräsentiert die Frau heute das Thermometer der Menschlichkeit. Und wir können allen Staatschefs sagen: Zeigt uns, wie Ihr die Frauen bei Euch behandelt, und wir werden Euch sagen, wer Ihr seid.”

Eine Demonstrantin sagte: “Was wir erhoffen ist die weltweite Mobilisierung der Staatschefs.” Und eine andere erklärte: “Ich bin hier, weil ich das wirklich ungerecht und schrecklich finde, ich verstehe nicht, wie so etwas heutzutage möglich ist.”

Die 43 Jahre alte Sakineh Mohammadi-Aschtiani, Mutter zweier Kinder, ist wegen Ehebruchs und Mordes an ihrem Mann zum Tode verurteilt worden. Im Juli wurde die Vollstreckung des Urteils vorerst ausgesetzt.

Die Todesstrafe wird im Iran in der Regel durch Erhängen vollstreckt. Die Steinigung ist für sexuelle Vergehen vorgesehen. Dabei werden Frauen bis zum Hals eingegraben, Männer bis zur Hüfte. Dann werden sie so lange mit Steinen beworfen, bis sie tot sind.