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Drogenkrieg in Mexiko

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Drogenkrieg in Mexiko

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Nur wenige Tage nach dem Mord an 72 Migranten sind im Norden Mexikos, in Ciudad Victoria, zwei Autobomben detoniert. Menschen wurden nicht verletzt. Eine Bombe explodierte in der Nähe einer Polizeistation, die andere vor einem Fernsehsender.

Vermutlich handelt es sich um Einschüchterungsversuche gegenüber Behörden und Medien. Ciudad Victoria ist die Hauptstadt des Bundesstaates Tamaulipas. Unterdessen teilten die Behörden mit, zwei Ermittler im Fall der ermordeten Migranten seien verschwunden. Zu Beginn der Woche hatten Mitglieder eines Drogenkartells auf einer Ranch bei San Fernando 72 Männer und Frauen aus Mittel- und Südamerika getötet.

Zwar hat Präsident Felipe Calderon den Drogenkartellen den Kampf angesagt, doch seit Ende 2006 sind im Drogenkrieg rund 28 000 Menschen ums Leben gekommen. Rund um Acapulco wurden erneut mehr als 20 Leichen gefunden. In einem Fahrzeug entdeckte die Polizei die verbrannten Körper von insgesamt neun Menschen. Der besonders bei US-Touristen beliebte Badeort am Pazifik gilt als Drehscheibe für den Drogenhandel.