Eilmeldung

Eilmeldung

Pakistan: Wasser treibt mehr Menschen in die Flucht

Sie lesen gerade:

Pakistan: Wasser treibt mehr Menschen in die Flucht

Schriftgrösse Aa Aa

Im Süden Pakistans haben die Wassermassen des Flusses Indus weitere Dämme zerstört und hunderttausende Menschen in die Flucht getrieben.

Der Indus ist wegen der andauernden Monsunregen zu kolossaler Breite angeschwollen, der Strom ist stellenweise zehn Kilometer breit, wo er normalerweise nur einige hundert Meter ausmacht.

Das fruchtbare Flusstal ist dicht bevölkert. Die 300.000-Einwohner-Stadt Thatta musste nach einem Dammbruch vollständig geräumt werden.

Laut einem Verantwortlichen sind in der Provinz Sindh seit Anfang August sieben Millionen Menschen auf der Flucht.

Auf einem Hügel in der Nähe von Thatta wurde ein provisorisches Flüchtlingslager errichtet. Die Flutopfer mussten oft Hals über Kopf fliehen und konnten nichts retten:
“Mein ganzes Hab und Gut wurde weggeschwemmt. Meine Mädchen sollen nächsten Monat heiraten. Alle Geschenke sind weg. Ihre Zukünftigen wollen ein Datum festlegen, doch ich habe nichts mehr, was soll ich nur tun?”

Die Jahrhundertflut forderte bereits 1.600 Opfer, doch die Behörden in Islamabad befürchten, dass nach einem Rückgang der Wassermassen noch mehr Tote gefunden werden.

Die Bundeswehr hat 100 Tonnen Hilfsgüter nach Pakistan geflogen, darunter auch Stromgeneratoren, Trinkwassertanks und Babynahrung.