Eilmeldung

Eilmeldung

Rettungsarbeiten beginnen in Chile

Sie lesen gerade:

Rettungsarbeiten beginnen in Chile

Schriftgrösse Aa Aa

Den in einem chilenischen Bergwerk in fast 700 Meter Tiefe eingeschlossenen Männern geht es körperlich gut. Die mit einer Mini-Kamera gefilmten Aufnahmen trügen aber zugleich. Denn fünf Bergleute wollten nicht aufgenommen werden, auch ihre Ernährung soll schlechter sein als die der andern. Fachleute sprechen von einer Depression. Oben campieren die Angehörigen. “Sie sind schon so viele Tage unten”, so der Sohn eines der eingeschlossenen Kumpel. “Sie waren bisher stark. Wir versuchen, sie aufzumuntern, damit sie nicht deprimiert werden.” Die insgesamt 33 Männer sind seit dem 5. August verschüttet und werden vermutlich bis vor Weihnachten unter Tage ausharren müssen. Der Präsident Chiles, Sebastian Pinera, will die Bergwerksunternehmen zur Kasse bitten: “Wir wollen einen Gesetzesvorschlag einbringen, der die großen Bergwerksunternehmen zu höheren Zahlungen auffordert. Wir wollen die Nutzungsgebühren erhöhen.” Für diesen Samstag ist der “Tag Eins” der entscheidenden Phase der langen Rettungsaktion geplant. Ein Spezialbohrer soll einen Schacht zur Bergung der Kumpel nach unten treiben. Das wird drei bis vier Monate in Anspruch nehmen.