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Rettungsschacht für eingeschlossene Bergleute

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Rettungsschacht für eingeschlossene Bergleute

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In dem chilenischen Bergwerk San José haben Techniker die Vorbereitungen für die Bohrung des Rettungsschachts getroffen. Doch dürfte es mindestens drei Monate dauern, bis die 33 Verschütteten herausgeholt werden könnten. Sie sind seit dem 5. August in fast 700 Metern Tiefe eingeschlossen. Fünf von ihnen leiden unter Depression, erklärte der chilenische Gesundheitsminister und kündigte an, sie würden in einer Art “Fern-Therapie” besonders unterstützt werden.

Durch ein enges Versorgungsrohr können Angehörige mit den Eingeschlossenen sprechen. Und es gelangen nicht nur Lebensmittel, Wasser und Medikamente nach unten, sondern auch Briefe nach oben.

“Er grüßt uns und bittet mich, dafür zu sorgen, dass seine Tochter studiert,” sagte eine Frau. “Er sorgt sich sehr um seine Tochter. Er will mich heiraten und ich habe ja gesagt.”
Eine andere sagte: “Er schreibt, dass er mich liebt und ohne mich nicht leben kann, und dass ich mich gut um mein Baby kümmern soll.”

Und eine weitere erklärte: “Es ist eine verzweifelte Lage, in der wir nichts für sie tun können.”
Unterdessen teilten die chilenischen Behörden mit, dass für die Bohrung ein stärkerer Motor aus Deutschland erwartet werde. Zudem wolle man mit einer weiteren Maschine eine andere Röhre erweitern. Vielleicht könnten die Bergleute dann schon im Oktober befreit werden, hieß es.