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Rückkehrer in pakistanischen Flutgebieten

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Rückkehrer in pakistanischen Flutgebieten

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Während im Süden Pakistans Tausende Einsatzkräfte gegen die Überflutung weiterer Landstriche durch den Indus kämpfen,
versuchen Menschen in einigen Gebieten, in ihre Heimatorte zurückzukehren. Diese Menschen sind auf dem Weg nach Jacobabad im Süden der Provinz Sindh. Vor rund zwei Wochen hatten die Behörden die 400.000 Einwohner der Stadt aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Den Rückkehrern bietet sich ein Bild der Verwüstung.
Ganze Familien sind unterwegs, nach UN-Schätzungen sind über 70.000 Kinder wegen Unterernährung und Krankheiten vom Tode bedroht. Mehr als acht Millionen Menschen brauchen Soforthilfe.
“Ich kann an nichts anderes mehr denken als die Frage, wie ich überleben kann – ohne Felder, ohne Ernte, ohne Arbeit,” sagte ein Bauer. “Allah hat uns das Leben gerettet, er wird uns unterstützen. Alles wurde von der Flut fortgerissen. Allah hat uns hierher gebracht, er wird uns Arbeit geben.”
Nach UN-Angaben sind mehr als 17 Millionen Menschen von den Überschwemmungen betroffen, etwa jeder zehnte Einwohner. Rund ein Fünftel der Landesfläche ist überflutet.
Der Hilfebedarf ist immens. Und neben der Soforthilfe werden Mittel für den Wiederaufbau benötigt: nach Regierungsangaben müssen mindestens vier Milliarden Euro aufgebracht werden.