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So ging es hinein in den Irak-Krieg...

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So ging es hinein in den Irak-Krieg...

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Präsident George W. Bush am 17.3.2003:
“All die Jahrzehnte des Betrugs und der Grausamkeit gehen jetzt zuende.
Saddam Hussein und seine Söhne müssen innerhalb von 48 Stunden das Land verlassen. Tun sie das nicht, dann wird ein militärischer Konflikt die Folge sein, dessen Zeitpunkt wir bestimmen.”

Drei Tage nach diesem Ultimatum fielen Bomben auf Bagdad. Hat der darauf folgende “Siebenjährige Krieg” die Welt nun besser germacht?
Erinnern wir uns – als Kriegsgrund hatte die damalige US-Führung irakische Masservernichtungswaffen genannt – die nicht existierten. Aber als die Welt das erfuhr, gab es schon kein Zurück mehr. Hunderttausend Soldaten marschierten ein, zunächst nur Amerikaner und Briten unter amerikanischem Kommando.
Alles sah nach “Blitzkrieg mit Blitzsieg” aus.
Das Regime des Saddam Hussein war nach 6 Wochen gestürzt. Die wahren Probleme begannen erst im “befreiten” Irak. Mit einem Bürgerkrieg,
den die Koalition auch mit 330.000 Mann nicht stoppen konnte. Amerikaner darunter: 250.000.
Zu Obamas Amtsantritt waren es noch 141.000 – wovon zwei Drittel bis 2011 abziehen sollen.

Was als “Befreiungs-Operation” angekündigt wurde, geriet über die Jahre immer mehr zum Besatzungsregime. Das bei den vom Diktator Saddam Hussein befreiten Iraker immer weniger Zustimmung fand. Nicht enden wollende Terror-Akte waren und sind die Folge.

Fast 5.000 Soldaten der Koalition sind im Irak gestorben – die wenigsten davon im Krieg gegen eine feindliche Armee gefallen. Dazu kommen fast 32.000 Verwundete – und – schlimmstes Ergebnis eines Krieges, den so keiner gewollt hat:
Hunderttausend tote irakische Zivilisten!

Es wurde ein Krieg, der an der Heimatfront auf immer stärkeren Widerstand stieß.
Zuweilen fühlte man sich schon an die großen Demonstrationen gegen den Vietnam-Krieg erinnert.
Die Amerikaner akzeptierten immer weniger, dass ihre Söhne dort ihr Leben ließen. Und die Verbündeten der Koalition sprangen nach und nach ab.
Nun also “Coming home”.
Auch die psychischen Leiden, die die Heimkehrer mitbringen, erinnern fatal an den Vietnam-Krieg.
Die fremden Soldaten haben den Irakern den Diktator gestürzt – und ein Chaos hinterlassen.