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Anschlag überschattet Beginn der Nahost-Friedensgespräche

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Anschlag überschattet Beginn der Nahost-Friedensgespräche

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Der tödliche Anschlag im Westjordanland überschattet die für diesen Donnerstag geplanten Nahost-Friedensgespräche. Die radikal-islamische Hamas hatte bei einem Feuerüberfall bei Hebron vier Menschen getötet. Als Reaktion darauf will der israelische Siedlungsrat den Baustopp vorzeitig beenden.

Ursprünglich sollte der Siedlungsbau erst am 26. September wieder aufgenommen werden. Die Toten – es handelt sich um eine Ehepaar sowie um zwei Einwohner – wurden inzwischen bestattet. Das Ehepaar hinterlässt sechs Kinder.

Der Baustopp war auf zehn Monate befristet. Der Siedlungsbau im Westjordanland ist eines der wichtigsten Themen der Nahost-Verhandlungen. “Ich wünsche, ich könnte auf einen Erfolg der Friedensgespräche hoffen”, so ein Siedler. “Doch wenn ich auf die vergangenen fünfzehn bis zwanzig Jahre zurückblicke, sehe ich, dass bei jeder Verhandlungsrunde die Gewalt neu aufflammte, so leider auch in der vergangenen Nacht.” Die US-Regierung bemüht sich seit Monaten um die Wiederaufnahme der Nahost-Friedensgespräche. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas kommen an diesem mittwoch in Washington zu getrennten Gesprächen mit US-Präsident Barack Obama zusammen. Am Donnerstag sollen direkte Gespräche zwischen Netanjahu und Abbas stattfinden. Die Palästinenserpolizei ging nach dem Überfall entschlossen gegen die Hamas vor. Aus Sicherheitskreisen verlautete, etwa 50 Verdächtige seien verhaftet worden.