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Tony Blair rechtfertigt seine Amtszeit in "A Journey"

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Tony Blair rechtfertigt seine Amtszeit in "A Journey"

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Tony Blair hat seine Memoiren veröffentlicht. Bereits am Tag des Erscheinens ist “A Journey” für den halben Preis zu haben – obwohl Blair den gesamten Erlös einer Hilfsorganisation spenden will, die schwer verwundete Kriegsveteranen unterstützt.

Für diese Kriegsgegnerin bringt die Lektüre von “A Journey”, in der deuschen Übersetzung “Mein Weg” keine neuen Erkenntnisse:

“Es ist klar, dass es keine Entschuldigung von Blair gibt, er rechtfertigt, was er getan hat und spricht von zukünftigen Kriegen gegen den Iran. All das zeigt, dass er ein ernsthafter Kriegstreiber ist.”

Blair verteidigt in dem 700seitigen Wälzer seine Entscheidung, 2003 gemeinsam mit den USA in den Irak-Krieg zu ziehen. Gleichwohl sei er “unendlich betrübt” über die vielen Toten des Krieges.

Seinen Nachfolger und früheren innerparteilichen Gegenspieler Gordon Brown bezeichnet Blair als unerträglich, schwierig und er bescheinigt ihm keinerlei emotionale Intelligenz. Während Browns Amtszeit hat sich Blair mit Kritik zurückgehalten, nun rechnet er ab.

Sich selbst stellt Blair dagegen im besten Licht dar, zum Beispiel, was die Erneuerung der Labour-Partei oder den Frieden in Nordirland angeht.