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Bundesbank will sich von Sarrazin trennen

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Bundesbank will sich von Sarrazin trennen

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Die Deutsche Bundesbank will sich von ihrem umstrittenen Vorstandsmitglied Thilo Sarrazin trennen. Der Vorstand der Notenbank beantragte beim Bundespräsidenten Christian Wulff, die Abberufung Sarrazins. Danach müsste die Regierung in Berlin die Entlassungsurkunde zusätzlich gegenzeichnen. Der Vorgang ist ohne Beispiel in der Geschichte der Bundesbank. Der frühere Berliner Finanzsenator war wegen der Äußerungen zu muslimischen Zuwanderern in seinem Buch “Deutschland schafft sich ab” unter Druck geraten. Gegen seine Äußerungen über angeblich vererbbare Intelligenz sowie genetische Besonderheiten von Juden hatten in den vergangenen Tagen zahlreiche Menschen protestiert. Ein Problem sind die Thesen vor allem für die SPD, deren Mitglied Sarrazin ist. Die Führung der Partei hat sich umgehend distanziert. Laut Umfragen teilen jedoch viele Wähler die Meinung Sarrazins. Seine Amtszeit bei der Bundesbank begann im Mai 2009 und sollte im Jahr 2014 enden.