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Macheten am Lido

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Macheten am Lido

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Regisseure, Schauspieler und natürlich deren Filme. Doch diesen Streifen in bester Blaxploitation-Manier
hatte wohl niemand erwartet, im Programm des Filmfestivals von Venedig 2010.

“Machete” heißt der Film von der Hand des amerikanisch-mexikanischen Regisseurs Robert Rodriguez und ist so gar keiner der Autorenfilme, die die Mostra ihrem Publikum für gewöhnlich nahezubringen sucht.

Ob das Premierenpublikum dies am Ende dem Juryvorsitzenden Quentin Tarantino selbst zu verdanken hat? Wahrscheinlich, denn Tarantino und Rodriguez sind alte Bekannte. Bei “Machete” handelte es sich zunächst nur um ein Trailer, den die beiden Regisseure damals gemeinsam erarbeitet hatten.

Regisseur Rodriguez erklärt seinen persönlichen Bezug zu dieser Form des Sensationsfilms:

“Ich bin mit solchen Filmen aufgewachsen. Es geht dabei um den Voyeurismus der Menschen, um ihre Sensationslust. Niemand vor mir hat solch einen Film jemals aus dem schwarzen in ein mexikanisches Milieu umzutopfen. Als wir damals den Trailer produziert hatten, rasteten die Zuschauer vollkommen aus, wenn Danny, unser Hauptdarsteller die Bühne betrat. Sie verstanden sofort, dass es um ihn gehen würde. Den Filmk hätten wir im Grunde viel schneller nachliefern müssen.”

Hauptdarsteller Danny Trejo weiß die Aufmerksamkeit offenbar zu schätzen:

“Robert hat mich zu einer Ikone gemacht”, sagte er während einer Pressekonferenz. “Das ist ziemlich cool. Mit Robert de Niro und Jessica Alba arbeiten zu können, wissen Sie.”

Der Film “Black Swan” von Regisseur Darren Aronofsky eröffnete das Festival am Lido. In dem Psychothriller spielt Natalie Portman die Tänzerin Nina, die sich am New Yorker City Ballet in einem Netz von Intrigen verfängt und ihrer Rivalin, gespielt von Mila Kunis, all zu nahe kommt. “Black Swan” nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch die beängstigende Psyche einer jungen Künstlerin. Außerdem im Film zu sehen sind Vincent Cassel, Barbara Hershey und Winona Ryder – ab Februar dann auch in deutschen Kinos.

In Venedig werden die viel begehrten Löwenpreise am 11. September vergeben.