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Netanjahu deutet Zugeständnisse an

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Netanjahu deutet Zugeständnisse an

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In Washington haben die direkten Nahost-Friedensverhandlungen offiziell begonnen. Die US-Regierung hatte dazu eingeladen. Bereits zuvor hatte es Gespräche mit US-Präsident Barack Obama gegeben. Ziel ist die Schaffung eines palästinensischen Staates in den 1967 von Israel besetzten Gebieten. Binnen eines Jahres sollen die Verhandlungen abgeschlossen sein.

Gastgeberin Hillary Clinton sagte, “Ich bin überzeugt, dass diese beiden Männer zu meinen beiden Seiten die Führer sind, die den seit lange gehegten Wunsch nach Frieden Realität werden lassen können, und wir werden tun, was wir können, um ihnen dabei zu helfen.”

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu deutete Zugeständnisse an die Palästinenser an. Das Thema Sicherheit habe für Israel aber höchste Priorität. “In Ihnen sehe ich einen Partner für Frieden”, sagte Netanjahu zu Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. “Das wird nicht einfach. Einen wahrern, dauerhaften Frieden wird es nur geben mit schmerzhaften Zugeständnissen auf beiden Seiten.”

Abbas forderte erneut einen Baustopp für jüdische Siedlungen im Westjordanland und eine Aufhebung der Blockade des Gazastreifens. “Die Last der Hindernisse, denen wir uns stellen werden in den Verhandlungen – die in einem Jahr abgeschlossen sein sollen – sollte uns zu einem Abkommen über einen gerechten Frieden bringen, einen Frieden gemäß internationalem Recht, zwischen unseren beiden Völkern.”

Umstritten sind vor allem die Grenzen, die Frage der Siedlungen und eines eventuellen Gebietstausches, der Zugang zu Wasser, der Status und eine mögliche Teilung Jerusalems und das Schicksal von Millionen palästinensischen Flüchtlingen.