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Proteste gegen Massentötung von Delfinen

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Proteste gegen Massentötung von Delfinen

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Tierschützer haben in Tokio gegen das alljährliche Abschlachten von Delfinen in Japan protestiert. Weil die Behörden eine Aktion vor dem japanischen Fischerei-Ministerium abgelehnt hatten, fand sie vor der US-Botschaft statt. An der Spitze der Demonstranten stand der frühere Trainer für Delfine für die US-Fernseh-Serie “Flipper”, der Amerikaner Ric O’Barry, der sich seit Jahrzehnten für den Schutz der Meeressäuger einsetzt. “Wir vertreten 1,7 Millionen Menschen und bitten US-Präsident Obama, sich bei der neuen Regierung in Tokio für den Schutz der Delfine in Japan einzusetzen”, sagte er. O’Barry wirkt auch in dem Film “Die Bucht” mit, der im vergangenen Frühjahr mit dem Oscar für den besten Dokumentarstreifen ausgezeichnet wurde. Er zeigt eine Treibjagd, die alljährlich in der Walfangstadt Taiji stattfindet. Dabei werden Delfine in Lagunen getrieben und mit Lanzen und Messern getötet. Die Fischer berufen sich auf die Tradition, Umweltschützer hingegen werfen ihnen vor, die Delfine zu Haustierfutter und Düngemittel zu verarbeiten. Zoologen zählen sie zu den intelligentesten Tieren.