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Bis zu 18 Jahre Haft für Vergewaltiger im Casa-Pia-Prozess

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Bis zu 18 Jahre Haft für Vergewaltiger im Casa-Pia-Prozess

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Im Casa-Pia-Kinderschänder-Prozess in Portugal sind sechs der sieben Angeklagten zu hohen Haftstrafen von bis zu achtzehn Jahren verurteilt worden. Die einzige Frau unter ihnen wurde freigesprochen.

Carlos Silvino, früher Gärtner und Fahrer in dem Heim, erhielt wegen Vergewaltigung, Kindesmissbrauch und Kuppelung eine Haftstrafe von 18 Jahren.

Fernsehmoderator Carlos Cruz wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt. Auch hier sah es das Gericht als erwiesen an, dass er Jungen vergewaltigt hatte, ebenso wie der Psychiater Joao Ferreira Ritto, der auch für sieben Jahre ins Gefängnis soll.

32 Jungen waren im staatlichen Kinderheim Casa Pia in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon über Jahre hinweg vergewaltigt worden.

Ein Opfer sagte: “Es war eine schmerzliche Erfahrung, an diese schlimme Zeit wieder erinnert zu werden. Aber ich freue mich, dass das Gericht endlich die Strafen verkündigt hat – nach all diesen Jahren.”

Der Anwalt, der sich immer für die Opfer eingesetzt hat, Pedro Namora, erklärte sichtlich bewegt: “Über Jahre hinweg sind wir verfolgt und bedroht worden. Doch letztendlich hat die Gerechtigkeit gesiegt. Was wir sagten, war die Wahrheit.”