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"Casa Pia"-Prozess vor Urteilsverkündung


Portugal

"Casa Pia"-Prozess vor Urteilsverkündung

In Lissabon hat der Kinderschänder-Prozess “Casa Pia” seinen Höhepunkt erreicht. Jahrelang hat die Affäre Portugal in Atem gehalten. Nun drohen den Beteiligten Haftstrafen von bis zu zehn Jahren. Wegen Kuppelei, Missbrauchs und Vergewaltigung von Heimkindern. 
 
Die sieben Angeklagten stammen fast alle aus besseren Kreisen. Darunter sind ein bekannter Showmaster und der frühere UNESCO-Botschafter Portugals. Nur einer hat bisher gestanden: Der frühere Gärtner und Fahrer des Heims.
 
Das staatliche Waisenhaus “Casa Pia” in Lissabon: Hier wurden nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft mindestens 32 Kinder über Jahre missbraucht und vergewaltigt. Insgesamt 900 Taten listete die Anklage auf, ebenso viele Zeugen und Gutachter wurden gehört.
 
Der Prozess, der fast sechs Jahre lang dauerte, ist der längste in der Geschichte Portugals. Und er könnte auch mit den nun erwarteten Urteilen nicht zu Ende sein. Beobachter gehen davon aus, dass die Angeklagten Berufung einlegen.

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