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Deutsche Notenbank schafft Sarrazin ab

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Deutsche Notenbank schafft Sarrazin ab

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Thilo Sarrazin soll gehen. Das hat der Vorstand der deutschen Bundesbank beschlossen. Vorausgegangen war ein tagelanges Gezerre um das Vorstandsmitglied der Notenbank und dessen Buch: “Deutschland schafft sich ab”. Darin warnt Sarrazin vor Überfremdung durch Zuwanderung und wirft den in Deutschland lebenden Muslimen mangelnden Willen zur Integration vor.

Bundesbankpräsident Axel Weber sagte: “Der Vorstand der Deutschen Bundesbank hat heute einstimmig beschlossen, beim Bundespräsidenten die Abberufung von Dr. Thilo Sarrazin als Mitglied des Vorstandes zu beantragen. Der “Corporate Governance”-Beauftragte der Deutschen Bundesbank, Professor Dr. Uwe Schneider, unterstützt diesen Antrag uneingeschränkt.”

Der Rauswurf des früheren Berliner Finanzsenators wäre einmalig in der Geschichte der Bank. Seine Aussage, alle Juden teilten ein “bestimmtes Gen” hat Sarrazin bedauert. Dennoch bringt er Intelligenz und Biologie in einen Zusammenhang. Ob diese Stimmungsmache eine “grundsätzliche und weitreichende Verfehlung” ist, und damit ein Kündigungsgrund, müssen nun Juristen klären.

Einer Umfrage zufolge teilt nur einer von drei Deutschen Sarrazins Thesen. Eine knappe Mehrheit aber ist dagegen, dass er deswegen Posten und SPD-Parteibuch verlieren soll.