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Julian Schnabel in Venedig

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Julian Schnabel in Venedig

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Aktueller hätte der Stapellauf bei den Filmfestspielen in Venedig kaum sein können: Während man sich müht, den Nahost-Friedensprozess wieder anzukurbeln, kommt vom Lido die künstlerische Flankierung:

Der New Yorker Regisseur Julian Schnabel ging mit “Miral: Schrei nach Frieden” in den Wettbewerb um den Goldenen Löwen. Julian Schnabel:
“Ich denke, dieser Konflikt sollte so schnell wie möglich beendet werden. Jedes Kind, das auf einer der beiden Seiten stirbt, stirbt grundlos. Jean Renoir hat einmal gesagt: Das Problem der Welt ist, das alle immer gute Gründe haben. Was für Gründe auch immer,- sie reichen nicht aus.”

Der Regisseur mit den jüdischen Wurzeln griff den Roman “Miral” der muslimisch-arabischen Schriftstellerin Rula Jebreal auf, der eben nach Frieden nur so schreit und der allen auf beiden Seiten gewidmet ist, die trotz der vielen Rückschläge noch an ein harmonisches Miteinander von Israelis und Palästinensern glauben.