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Nahost-Diplomatie am Comer See

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Nahost-Diplomatie am Comer See

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Auch der Comer See avancierte an diesem Freitag zum Spiegel des Nahost-Konflikts. Bei einer wirtschaftspolitischen Tagung in der Villa d’Este standen zwei Gäste im Mittelpunkt des Interesses. Was sagt Amr Mussa, der Generalsekretär der Arabischen Liga, zum Auftakt der Friedensgespräche?

“Nicht schlecht für den Anfang, aber auf die Substanz kommt es an”, sagt Mussa, auf der herbstlichen Sonnenterrasse sitzend. “Frieden bedeutet: ein lebensfähiger, palästinensischer Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. Außerdem müssen die anderen Probleme gelöst werden, vor allem die Flüchtlingsfrage.”

Auch Israels Präsident Shimon Peres war ins norditalienische Cernobbio gekommen. Für seine Verdienste um den Oslo-Prozess hatte er mit Jassir Arafat den Friedensnobelpreis erhalten. “Die Frage der Siedlungen sollte Teil eines Abkommens sein”, sagte Peres. “Und wenn wir schnell damit vorankommen, brauchen wir keine Doppelverhandlungen. Das ist ein guter Anfang.”

Doch gerade am Siedlungs-Baustopp reiben sich Palästinenser und Israelis besonders. In einem Jahr soll diese neue Suche nach Frieden nach dem Willen der USA abgeschlossen sein.