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Demonstranten gegen "fremdenfeindliche" Sarkozy-Politik

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Demonstranten gegen "fremdenfeindliche" Sarkozy-Politik

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Ferienende in Frankreich – Büros und Schulbänke füllen sich und die Innenstädte – mit Demonstranten. Während sie am Strand lagen,

- schmort in der Hauptstadt seit Wochen die Affäre um enge Verbindungen zwischen Regierungsmitgliedern und der Vermögensverwaltung Betancourt

- kam im Ursprungsland der Menschen- und Bürgerrechte ein Gesetz auf den Weg, wonach Neu-Franzosen bei schweren Vergehen wieder vor die Tür gesetzt werden können

- wurden in Scharen Rumänen und Bulgaren ausgeflogen. Die meisten werden zur Minderheit der Roma gerechnet – seit Jahresbeginn mehr als 8000.

Eine Demonstrantin:
“Ich freue mich wirklich, dass es Franzosen und andere Gruppierungen gibt, die uns unterstützen. Es ist doch nicht normal, dass Menschen vertrieben und verfolgt wurden. Da kommt Rassismus ans Tageslicht. Und das im Jahr 2010 – ich finde das schlimm.”

In mehr als hundert Städten des Landes forderten tausende Demonstranten ein Ende der nach ihrer Ansicht fremdenfeindlichen Politik von Präsident
Nicolas Sarkozy.

Jean-Pierre Dubois, Präsident der Human Rights League Frankreich:

“Wir sollten uns hier in Frankreich wieder daran gewöhnen, dass es nicht Herr Sarkozy ganz allein ist, der Gesetze macht. Es gibt ein Parlament, Gerichte, den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte …. ob all das hier rechtmäßig ist, ist noch lange nicht entschieden.”

Noch ist der Herbst nicht heiß. Noch singen sie entspannt mit Jane Birkin vor dem Einwanderungsministerium – Menschenrechtler, Gewerkschafter und linke Parteien.

Der Ernst des Lebens beginnt nächste Woche – mit Streiks der Eisenbahner und im Pariser Nahverkehr gegen die geplante Rentenreform.