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Pakistan: Weiter Tausende auf der Flucht

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Pakistan: Weiter Tausende auf der Flucht

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Die Flucht vor den Fluten nimmt kein Ende: Auch einen Monat nach Beginn der Überschwemmungen haben hunderttausende Pakistaner in der südlichen Provinz Sindh ihre Häuser verlassen, um sich vor neuen Wassermassen in Sicherheit zu bringen. Weitere Deichbrüche wurden befürchtet, viele Menschen hängen in den Großstädten fest. Andere waren bereits als Flüchtlinge gekommen und müssen nun wieder weiterziehen.

Die Stadt Khairpur Nathan Shah stehe völlig unter Wasser, erzählt ein Pakistaner, nichts sei ihm geblieben. Er habe nur seine Kinder gegriffen und sei geflüchtet. Kein einziger Regierungsvertreter habe sich bisher blicken lassen.

Etwa acht Millionen Menschen sind weiterhin auf Hilfe angewiesen. Der Internationale Währungsfonds hat der Regierung knapp eine halbe Millarde Dollar Katastrophenhilfe angeboten, die Weltbank stockte ihre Hilfe auf eine Milliarde auf.

In Sukkur in der Provinz Sindh haben Freiwillige, Studenten und Professoren einer Wirtschaftsuniversität, ein Zeltlager hochgezogen, um die Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen. Viele Ankömmlinge haben die letzten Tage auf Straßen und Brücken verbracht und sind froh, etwas zu essen zu bekommen und eine Bleibe – vorübergehend.