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Referendum in Moldawien über Wahlrecht

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Referendum in Moldawien über Wahlrecht

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Die Moldawier sind an diesem Sonntag dazu aufgerufen per Volksabstimmung zu entscheiden, ob sie ihren Präsidenten künftig wieder direkt wählen wollen.

Mit dieser Verfassungsänderung will die pro-europäische Führung die politische Krise beenden, die das Land seit gut einem Jahr lähmt. Moldawien kommt seit blutigen Straßenkrawallen im April 2009 nicht zur Ruhe. Damals hatten Jugendliche gegen den Sieg der Kommunisten bei der Parlamentswahl protestiert. Als es schließlich zu Neuwahlen kam, siegten die prowestlichen Kräfte und stellten im Parlament eine knappe Mehrheit.

Vera Isaiko, eine Dorfbewohnerin, ist sehr wütend auf den Interimspräsidenten Mihai Ghimpu. Sie droht damit ihm eine Wassermelone an den Kopf zu werfen.
Dem Parlament ist es bisher noch nicht gelungen einen Präsidenten zu wählen. Vera ist nicht gut auf das Parlament zu sprechen und erklärt, dass sie nicht zur Abstimmung gehen will.

Andere sehen in dem Referendum eine Chance:
“Ich gehe abstimmen und zwar mit “ja”, sagt die Schauspielerin Eugenia Butnaru, “ich stimme für Veränderungen in diesem Land, für mein Recht, den Präsidenten mitzubestimmen. Ich möchte nicht, dass andere für mich denken und entscheiden.”

Das völlig verarmte Land leidet unter dem Machtvakuum. Die Moldawier müssen indes mit gut 200 Euro Monatsverdienst im Schnitt klarkommen.
Viele arbeiten im Ausland, um ihre Familien in der Heimat zu unterstützen.