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Tödlicher Anschlag auf Armeestützpunkt in Dagestan

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Tödlicher Anschlag auf Armeestützpunkt in Dagestan

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Bei einem Autobombenanschlag auf einen Militärstützpunkt in der russischen Teilrepublik Dagestan sind mindestens fünf Menschen getötet und mehr als dreißig verletzt worden. Der russische Verteidigungsminister hatte zunächst von drei Toten gesprochen. Im Nordkaukasus, zu dem auch die Teilrepubliken Tschetschenien und Inguschetien gehören, kämpfen islamistische Separatisten seit Jahren gegen kremltreue Einheiten für ein unabhängiges Emirat. In jüngster Zeit gab es fast täglich Anschläge oder Schießereien.

Diesmal raste kurz nach Mitternacht ein Selbstmordattentäter mit seinem sprengstoffbeladenen Auto auf das Tor des Stützpunktes bei Buinaksk zu. Wachmänner hätten den Eingang eilig mit Lastwagen blockiert und damit mehr Opfer vermieden, hieß es. Der Attentäter sei erschossen worden.

Als Ermittler zum Tatort fuhren, explodierte am Straßenrand eine zweite Bombe. Dabei wurde niemand verletzt. Die Sicherheitskontrollen an den südrussischen Militärstützpunkten wurden verschärft. Erst am Vortag war in Dagestan ein Anschlag auf einen dagestanischen Minister verübt worden. Er kam mit dem Leben davon, sein Fahrer starb.