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Baskische Regierung skeptisch gegenüber ETA

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Baskische Regierung skeptisch gegenüber ETA

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Nach der Ankündigung der baskischen Untergrundorganisation ETA, vorerst keine Terroranschläge mehr verüben zu wollen, hat die baskische Regionalregierung zurückhaltend reagiert. Die ETA hatte dem britischen Sender BBC und der baskischen Zeitung “Gara” gestern eine entsprechende Erkärung zukommen lassen. Die Organisation bot der spanischen Regierung die Aufnahme von Verhandlungen an. Die Regierung der autonomen spanischen Region des Baskenlands bezeichnete die “Waffenruhe” als unzureichend. Innenminister Rodolfo Ares sprach zwar von einer guten Nachricht, die Erklärung reiche jedoch nicht aus. Sie gebe keine Antwort auf das Anliegen der Mehrheit der baskischen Gesellschaft, die sich ein endgültiges Ende des Terrors wünsche.

Die der ETA nahestehende baskische Partei Batasuna forderte Politiker, Gewerkschaften, die Regierungen in Madrid und Paris sowie die internationale Gemeinschaft auf, Verantwortung zu übernehmen, um eine kontruktive Antwort auf den Willen der Mehrheit der baskischen Gesellschaft zu geben.

Auch Gerry Adams, Chef der IRA-nahen nord-irischen Partei Sinn Fein äußerte sich zu dem Waffenstillstandsangebot der ETA. Das sei eine sehr wichtige Aussage, so Adams, ein Zugeständnis der ETA an friedliche und demokratische Mittel. Er glaube, dass die spanische Regierung das nicht ignorieren könne und positiv darauf reagieren werde.

Die ETA war in den vergangenen Monaten durch eine Serie von Festnahmen beträchtlich geschwächt worden. Ihre letzten Terroranschläge liegen über ein Jahr zurück.

(Seit 1968 wurden bei dem bewaffneten Kamapf für einen unabhängigen Baskenstaat rund 850 Menschen getötet.)