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Hariri: Anschuldigung Syriens war ein Fehler

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Hariri: Anschuldigung Syriens war ein Fehler

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Es war ein Fehler, Syrien für den Mord an Libanons Ministerpräsidenten Rafiq Hariri verantwortlich zu machen. Dies hat Saad Hariri, Sohn des Ermordeten und jetziger Regierungschef des Libanon, gegenüber der arabischen Zeitung al-Sharq al-Awsat erklärt. Diese Beschuldigungen seien politischer Natur gewesen und nicht mehr aktuell.

Rafiq Hariri war 2005 in Beirut einer Autobombe zum Opfer gefallen. Das UN-Sondertribunal zum Libanon, das den Mord untersucht, hatte zunächst vermutet, dass die syrische Regierung hinter dem Anschlag stecke; in letzter Zeit vermuten die UN-Ermittler jedoch, dass Angehörige der libanesischen Hisbollah es durchgeführt haben. Die Hisbollah ist Koalitionspartner der Hariri-Regierung und lehnt das UN-Tribunal ab, da es von Israel gesteuert sei. Seit seiner Regierungsübernahme im November letzten Jahres hat Hariri mehrfach Syrien besucht.