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Krise in Italien nach Finis Angriff

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Krise in Italien nach Finis Angriff

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Italien sieht wieder einmal politisch bewegten Zeiten entgegen. Der Angriff von Gianfranco Fini auf den italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi prägt heute die Titelseiten der Zeitungen. Am Sonntag hatte Fini vor Anhängern im norditalienischen Mirabello gerufen:

“Das Volk der Freiheit gibt es nicht mehr. Es war eine faszinierende politische Idee, die nicht umgesetzt wurde”.

Im März 2009 hatte der Neofaschist Fini diese Partei gemeinsam mit Berlusconi gegründet, doch schon im vergangenen April kam es zum Zerwürfnis. Fini fürchtet den wachsenden Einfluss des Koalitionspartners Lega Nord und kritisiert die fortgesetzten Versuche Berlusconis, die Gesetze so zu schneidern, dass er nicht wegen Korruption gerichtlich belangt werden kann.

Aufgrund der Kontroversen wurde Fini im Juli aus der Partei geworfen und gründete daraufhin mit 34 Abgeordneten die Fraktion Zukunft und Freiheit. Berlusconis Regierungsmehrheit hängt nun von Finis Abgeordneten ab. Fini, der auch Vorsitzender des Abgeordnetenhauses ist, kündigte am Sonntag an, keine Neuwahlen anzustreben. Bei Wahlen könnte er an der Vier-Prozent-Klausel scheitern.