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Schließung von Anglo Irish immer wahrscheinlicher

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Schließung von Anglo Irish immer wahrscheinlicher

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Die Schließung der schwer angeschlagenen Anglo Irish Bank gilt als immer wahrscheinlicher. In Brüssel ist Irlands Finanzminister Brian Lenihan mit EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia zusammengekommen, um über die Zukunft der Bank zu beraten.

Der Chef der Bank hatte zuvor in einem Interview erklärt, die Europäische Kommission wolle das Institut schließen; er plädierte dagegen für die Fortführung eines Rumpfgeschäfts.

Medienberichte zufolge befürwortet Irlands Regierung eine Abwicklung über einen Zeitraum von 15 Jahren. Doch Dublin dementierte die Meldungen und erklärte, eine Rettung der Bank werde nicht ausgeschlossen.

Anglo Irish Bank wurde 2009 verstaatlicht; sie war vor allem vom Zusammenbruch des Immobilienmarktes schwer in Mitleidenschaft gezogen worden.

Investoren sehen in den hohen Kosten einer Rettung des Instituts eine große Gefahr für die Kreditwürdigkeit Irlands, die erst im vergangenen Monat von Rating-Agenturen erneut herabgestuft worden war. Analysten zufolge würde die Rekapitalisierung der Bank fast 40 Millionen Euro kosten.