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"Kein Platz für Rassismus" in der EU

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"Kein Platz für Rassismus" in der EU

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Bei seiner ersten Rede zur Lage der Union ist EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso vor allem auf die wirtschaftliche Situation in Europa eingegangen. Die Wirtschaft erhole sich, erklärte er den EU-Parlamentariern in Straßburg. Jedoch seien die Unterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedsländern noch zu stark ausgeprägt. Barroso warb deshalb für einen stärkeren Zusammenhalt.

“Dies ist der Augenblick der Wahrheit für Europa. Es muss beweisen, dass es mehr ist als 27 nationale Einzellösungen. Entweder wir schwimmen gemeinsam, oder wir gehen einzeln unter. Wir haben nur dann Erfolg, wenn wir europäisch denken”, erklärte Barroso.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Massenabschiebung von Roma aus Frankreich verteidigte der belgische Liberale Guy Verhofstadt die Idee eines toleranten Europa:

“Die Roma sind europäische Bürger. Gleichberechtigte Bürger. Und ich glaube, dass wir niemals hinnehmen dürfen, dass ihre Rechte verletzt werden, niemals in dieser Welt voller Unsicherheiten. Ich glaube, dieses Europa muss ein Kontinent der Freiheit, der Toleranz und der Gerechtigkeit bleiben.”

Barroso hatte zuvor erklärt, dass in Europa kein Platz für Fremdenfeindlichkeit sei. Heute Nachmittag wird das EU-Parlament über die Roma-Frage diskutieren.