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Londoner U-Bahn streikt gegen Stellenabbau

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Londoner U-Bahn streikt gegen Stellenabbau

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In London streikt die U-Bahn. Einige Linien verkehren gar nicht. Auf anderen fährt nur ein Notverkehr. Für viele britische Hauptstädter hieß das: Zu Fuß und im Bus zur Arbeit. Die Verkehrsbetriebe wollen 800 Stellen abbauen, vor allem beim Fahrkartenverkauf. Denn das Geld ist knapp. Und viele Londoner laden ihre Dauerkarten ohnehin am Automaten oder im Internet auf.

Bürgermeister Boris Johnson erklärt: “Wenn Sie sich die angespannte Finanzsituation anschauen, in der wir uns befinden, dann denke ich, werden die Leute verstehen, dass es Sinn macht, dass wir den Ticketverkauf reformieren, und so wertvolles Geld einsparen.”

Nachgefragt waren die “Boris Bikes”, die Mietfahrräder, die der pedalbegeisterte Bürgermeister eingeführt hatte. Sportlich nimmt der eine oder andere auch den Streik: “Sonst brauche ich zehn Minuten, heute ist es eine Stunde zu Fuß. Aber Laufen ist bestimmt gesünder”, sagt ein Pendler.

Wem der Weg zu Fuß zu weit war, dem blieb das Boot. Zusätzliche Fähren kreuzten über die Themse. Die Bediensteten der Tube drohen mit weiteren Warnstreiks. Und jeder Tag, den die älteste U-Bahn der Welt steht, kostet die Londoner Wirtschaft fast 60 Millionen Euro, schätzt die Handelskammer.