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Rentenprobleme für Westeuropa

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Rentenprobleme für Westeuropa

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In Frankreich wird gerade wieder heftig gegen “Rente mit 62” gestreikt – in anderen Ländern wäre das ein unvorstellbarer Luxus.
Dabei ähneln sich die Rentenprobleme in allen Industriestaaten.
Die Menschen werden älter, haben aber weniger Kinder in die Welt gesetzt, die für sie zahlen.

Damit funktioniert der Generationenvertrag nicht mehr, der die Grundlage für dieses Rentensystem bildet.
Es ist damit zu rechnen, dass 2060 nur noch zwei Berufstätige auf einen Rentner kommen, derzeit sind es in Westeuropa noch vier.
Die Franzosen leben heute im Durchschnitt 26 Jahre von der Rente, sechs Jahre länger als die übrigen Westeuropäer.
Das braucht man nicht viel Mathematik, um sich auszurechnen, dass in Frankreich auch die Rentenkassen noch schneller leer werden als etwa in Deutschland oder Großbritannien.

Frankreichs Arbeitsminister Eric Woerth warnt,
die gegenwärtigen Beitragsjahre würden nicht ausreichen angesichts der Löcher im Budget, in in den kommenden 10 Jahren zu erwarten seien.
Da sei es nur vernünftig, die Beitragsjahre zu verlängern, wie es die Regierungen in Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien, Dänemark, Norwegen Holland und Schweden auch getan haben.

In Frankreich liegt das Rentenalter bisher bei 60 Jahren – es soll bis 2018 auf 62 erhöht werden.
in Italien von von 59 oder 6o auf 62 bis 2013, In Großbritannien auf 68 bis 2046 und in Deutschland auf 67 bis 2029 – oder später, wenn man die gegenwärtige Debatte in der Koalition berücksichtigt.

In allen diesen Ländern gibt es Ausnahmeregelungen für Berufe, in denen körperlich schwere Arbeit es unmöglich macht, solange durchzuhalten.
Es gibt aber auch das Bestreben, Ältere auf geeignete Arbeitsplätze umzusetzen..

Hier die Übersicht der für eine volle Rente notwendigen Beitragsjahre, wobei in Deutschland nicht allein dieser Faktor über die Rentenhöhe entscheidet. Würde nur die Jahre zählen, hätten Akademiker, die im Alter von 22 Jahren noch studieren, niemals eine Chance, bis zum 67. Lebensjahr auf 45 Arbeitsjahre und damit in den Genuß einer komplette Rente zu kommen.
Der Faktor “Beitragsjahre für volle Rente” wurde von Statistikern zum Zwecke der Vergleichbarkeit eingeführt.

Allerdings sind die Berechnungskriterien von Land zu Land nicht immer korrekt zu vergleichen.
Ein Faktor fällt allerdings überall gleichermaßen ins Gewicht:
In einer Gesellschaft, in der die Menschen nach Ende des berufslebens immer länger von ihrer Rente leben, muss auch mehr Geld in die Rentenkasse kommen.