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Viele kämpfen für Sakineh

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Viele kämpfen für Sakineh

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Der Sohn der zum Tode durch Steinigung verurteilten Iranerin Sakineh Mohammadi Aschtiani hat sich mit einem Hilferuf an Benedikt XVI. gewandt. Vatikansprecher Federico Lombardi schloss ein Einschreiten auf diplomatischem Wege nicht aus.

Der Präsident des EU-Parlaments, Jerzy Buzek, appellierte an die iranische Führung, den Fall noch einmal neu zu betrachten. Buzek sagte, das EU-Parlament beziehe eindeutig gegen die Todesstrafe Stellung.

Auch Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner kritisierte die Regierung in Teheran. Kouchner erklärte, der Tod durch Steinigung sei eine Grausamkeit, die er sich nicht vorstellen könne, ein Akt der Barbarei und eine Rückkehr ins Mittelalter. Er werde alles tun, um Sakineh zu schützen. Wenn er hierzu nach Teheran fahren müsse, dann fahre er.

Die 43-jährige Iranerin war wegen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilt worden. Das Urteil hatte weltweit Proteste zahlreicher Regierungen und Menschenrechtsorganisationen ausgelöst. Auch viele Prominente fordern eine Begnadigung der Frau. Im Juli hatte Teheran die Vollstreckung der Steinigung vorerst ausgesetzt.