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BP-Bericht: Nicht allein schuld an Ölpest

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BP-Bericht: Nicht allein schuld an Ölpest

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Der Energieriese BP hat Fehler als Ursache für die Ölpest im Golf von Mexiko eingeräumt – menschliche und technische, eigene aber auch die anderer Unternehmen. So hätten BP-Experten die Ergebnisse eines Drucktests falsch bewertet, teilte das Unternehmen in London mit. Doch auch die beteiligten Firmen Halliburton und Transocean trügen Schuld. Transocean hatte die Plattform “Deepwater Horizon” betrieben, die im April explodierte. Elf Arbeiter kamen ums Leben.

“Fehlentscheidungen mehrer Firmen und Teams”, wie es im BP-Bericht heißt, als Ursachen für die größte Umweltkatastrophe der USA? Für Experten wie Leo Drollas ist das nachvollziehbar: “Wer hat Schuld, wenn mal etwas schief geht? Das ist wie bei einem Flugzeugunglück. Da gibt es nie nur einen einzigen Grund. Oft ist es eine Reihe von Fehlern und Missverständnissen, unklaren Verfahren und technischen Mängeln. Das alles gemeinsam ist das Problem.”

Fast 700 000 Tonnen Öl waren monatelang ins Meer geströmt, bis es gelang, das Leck zu stopfen. Allein das kostete Milliarden. Noch immer wird an einer dauerhaften Versiegelung gearbeitet. Der Schaden für Mensch und Natur lässt sich in Zahlen kaum fassen. BP sieht noch eine Flut von Schadenersatzklagen anschwemmen. Dabei entscheidend ist die Schuldfrage.