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Erboste Kunden wollen Kabul-Bank stürmen

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Erboste Kunden wollen Kabul-Bank stürmen

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Den afghanischen Behörden ist es nicht gelungen, die aufgebrachten Kunden der Kabul-Bank zu beruhigen. Seit Tagen wird die in Turbulenzen geratene Bank von Kunden bedrängt, die versuchen, ihre Geld in Sicherheit zu bringen. Zuvor hatten amerikanische Medien über gravierende Unregelmäßigkeiten bei der Bank berichtet.
Vor dem Bankgebäude in der afghanischen Hauptstadt sagte ein wütender Mann: “Wenn die Bankangestellten nicht korrekt reagieren, werden wir alle Filialen angreifen und plündern, notfalls auch den Präsidentenpalast, wenn meine Kinder wegen dieser Sache leiden müssen!”
Ein anderer erklärte: “Ich bin um fünf Uhr früh gekommen, um mein Gehalt abzuholen, aber sie haben mich nicht reingelassen. Jeder, der versucht, hereinzugehen, wird von der Polizei geschlagen. Aber ich bin hiergeblieben.”
Dem bisherigen Präsidenten der Bank wird vorgeworfen, enorme Geldmengen veruntreut zu haben. Er trat von dem Amt zurück, doch nach Angaben der Regierung wegen neuer Regeln; die Vorwürfe seien unbegründet, hieß es.
In einer der Immobilien im Emirat Dubai soll ein Bruder von Staatschef Hamid Karsai mietfrei gewohnt haben. Mahmud Karzai ist der drittgrößte Anteilseigner der Kabul-Bank. Die 2004 gegründete Bank ist die wichtigste des Landes.