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Sarkozy bleibt hart: Rente erst mit 62

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Sarkozy bleibt hart: Rente erst mit 62

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Ungeachtet der jüngsten Massenproteste will der
französische Präsident Nicolas Sarkozy an seinen Plänen für eine Erhöhung des Rentenalters auf 62 Jahre festhalten. Die Reform sei von enormer Wichtigkeit für das Land, sagte der Staatschef im
Ministerrat. Sein Sprecher Luc Chatel erklärte: “Am neuen Rentenalter wird nicht gerüttelt. Sonst bricht die ganze Reform in sich zusammen.”

Zur Zeit können die Franzosen mit 60 Jahren in Rente gehen. Als Zugeständnis an die Demonstranten versprach die Regierung allerdings kleinere Nachbesserungen am Reformprojekt. Das ist den Gewerkschaften nicht genug. Gewerkschaftsboss Jean-Claude Mailly erklärte: “Die Botschaft der Demonstranten gestern war laut und klar: Die Leute haben keine Lust, länger zu arbeiten.”

Zu Beginn der Parlamentsdebatte über die Rentenreform hatten am Vortag nach Gewerkschaftsangaben mehr als 2,7 Millionen Franzosen gegen das wichtigste Reformwerk von Präsident Sarkozy protestiert. Trotz mancherorts strömendem Regen waren viele Menschen dem Aufruf der Gewerkschaften gefolgt und auf die Straße gegangen.