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Steinigungsurteil wird überprüft

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Steinigungsurteil wird überprüft

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Das weltweit kritisierte Steinigungsurteil gegen die Iranerin Sakineh Mohammadi Aschtiani wird überprüft. Der Fall werde neu aufgerollt, gab das iranische Außenministerium bekannt.
Neben mehreren westlichen Regierungen setzte sich auch der Vatikan für die zweifache Mutter ein.

Auch das Europaparlament forderte, der Iran solle die “grausame und unmenschliche” Praxis der Steinigung abschaffen. Mit einer deutlichen Mehrheit setzten sich die Volksvertreter für die zum Tode durch Steinigung verurteilte Iranerin ein.

Nach Protesten von Regierungen und Menschenrechtsorganisationen hatte der Iran die Vollstreckung des Steinigungsurteils wegen Ehebruchs bereits im Sommer vorläufig ausgesetzt. Aschtiani droht weiterhin der Tod, eventuell durch den Strang.

Der Iran weist Kritik aus dem Ausland als Einmischung von außen zurück. Aschtiani sei nicht nur wegen Ehebruchs, sondern auch wegen Mordes an ihrem Ehemann angeklagt. Beide Vorwürfe würden noch untersucht.