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US-Regierung und Geistliche empört über geplante Koran-Verbrennung

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US-Regierung und Geistliche empört über geplante Koran-Verbrennung

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Die US-Regierung hat sich empört über die geplante öffentliche Koran-Verbrennung durch eine kleine fundamentalistische Kirchengemeinde in Florida gezeigt. Dies sei eine Provokation und zeige Respektlosigkeit gegenüber einer Religion, hiess seitens des Außenministeriums. Bei einem Treffen in Washington sprachen sich auch religiöse Führer gegen die Aktion der kleinen Gemeinde Dove World Outreach Center aus. Es handele sich um ein “besonders ungeheuerliches” Vorhaben, das man aufs schärfste verurteilen müsse, meinten muslimische, christliche und jüdische Geistliche in einer Erklärung. Das sei nicht das echte Amerika und dürfe es auch niemals werden. Das echte Amerika sei ein Ort, an dem Religionen respektiert würden.

Das evangelikale Dove World Outreach Center hat den 11. September zum “Internationalen Tag der Koran-Verbrennung” erklärt. Der radikale Gemeindepastor Terry Jones sagte, die Gemeinde
wolle mit der Aktion der Opfer der Terroranschläge vor neun Jahren gedenken und dem radikalen Islam eine klare Absage erteilen.

Auch der Kommandeur der US-Truppen in Afghanistan, David Petraeus, warnte vor einer öffentlichen Koran-Verbrennung in den USA. In Kabul sagte er, er befürchte, die Aktion könne amerikanische Soldaten in Gefahr bringen.