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USA-Reisen werden teurer

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USA-Reisen werden teurer

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Seit diesem Mittwoch müssen Urlauber für die elektronische Einreisegenehmigung 14 Dollar bezahlen – das sind umgerechnet etwa 11 Euro. Die so genannte ESTA ist dann zwei Jahre gültig. Bisher war sie kostenlos. Seit Januar 2009 gibt es die elektronische Genehmigung bereits für alle, die ohne Visum in die USA einreisen dürfen. 26 Millionen Menschen haben sie bisher genutzt. “Nur jene, die eine ESTA neu beantragen, müssen die Gebühr zahlen,” erklärt Jacquelyn Aron Bednarz, eine Mitarbeiterin vom amerikanischen Heimatschutzministerium. “Wenn Sie zu den 26 Millionen Reisenden gehören, die das Einreiseformular bereits besitzen, wird die Gebühr erst fällig, wenn die ESTA ausläuft.”

Mit dem Geld sollen Verwaltungsgebühren und eine Marketing-Kampagne für den Tourismus bezahlt werden. Im EU-Parlament ist die Rede von “Abzocke” und “Schikane”. Ein Sprecher der Kommissarin für innere Sicherheit erklärte, die Gebühr sei unvereinbar mit der Verpflichtung der USA, die transatlantische Mobilität zu erhöhen.

Kritik kommt auch aus der Tourismusbranche. Denn die Gebühr wird selbst dann fällig, wenn Touristen auf einem amerikanischen Flughafen nur zwischenlanden. Bei zwei oder drei Kindern käme eine ordentliche Summe zusammen, ohne dass die Familie tatsächlich in die USA einreise, bemängelt
Reisebüro-Chefin Christiane Vermant.

Von der ESTA-Regelung sind auch Menschen aus zahlreichen EU-Staaten betroffen. Wer die Einreisegenehmigung nicht hat, braucht ein Visum im Pass, das teurer und mit bürokratischem Aufwand verbunden ist.

Der Antrag kann nur unter einer einzigen Online-Adresse gestellt werden: tagURLhttps://esta.cbp.dhs.gov.