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Clinton spricht von Aufstand in Mexiko

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Clinton spricht von Aufstand in Mexiko

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Die Zahl der Toten im Drogenkrieg in Mexiko steigt rasant. 2006 hat Regierungschef Felipe Calderón den Drogenkartellen den Kampf angesagt, seither sind mehr als 28.000 Menschen umgekommen. In der Mehrheit sind es – wie hier in Monterrey – Mitglieder von Drogenbanden, doch die Drogenkartelle nehmen zunehmend auch Unbeteiligte ins Visier – Migranten, öffentliche Angestellte, Journalisten.

“Wir stehen vor einer zunehmenden Bedrohung durch ein gut organisierten Drogennetzwerk, das zuweilen wie ein Aufstand in Mexiko und Mittelamerika wirkt”,

hat US-Außenministerin Hillary Clinton nun erklärt. Mexiko gleiche immer mehr Kolumbien vor 20 Jahren, als die Drogenhändler Teile des Landes kontrollierten. In Mexiko will man freilich die Verantwortung für die Gewalt nicht allein übernehmen. Denn zum einen sitzen die Drogenkonsumenten in den USA, und zum anderen beziehen die Drogenkartelle ihre Waffen aus den USA. Ein mexikanischer Regierungssprecher reagierte deshalb indigniert auf Clintons Erklärung.

“Wir wollen das nicht kommentieren. Es gibt einen großen Unterschied zwischen der Situation in Kolumbien früher und uns hier. Wobei es auch Parallelen gibt.”

Auch wenn Felipe Calderón zunehmend kritisiert wird, weil er nur auf eine militärische Lösung setzt, wird der Drogenkrieg doch fortgesetzt. Ende August brachte ein Drogenkartell 72 Migranten um, einige Tage später tötete die Armee 27 Drogenhändler.