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Drogenkrieg in Mexiko

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Drogenkrieg in Mexiko

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In Mexiko herrscht Krieg. Drogenkrieg.
Die Zahl der Toten steigt rasant.
Seit 2006 Präsident Felipe Calderón den Drogenkartellen den Kampf ansagte, sind mehr als 28.000 Menschen umgekommen. Überwiegend Mitglieder von Drogenbanden, die sich auch gegenseitig bekämpfen. Dann Vertreter des Staates, deren Ermordung der Einschüchterung anderer gilt, und Unbeteiligte, die einfach zur falschen Zeit am Ort Ort.

US-Außenministerin Hillary Clinton spricht von immer größer werdender Unsicherheit durch die Drogenkartelle, die Bomben legen wie nie zuvor.
Sie vergleicht die Lage mit Kolumbien vor 20 Jahren, als dort die Rauschgiftmafia Teile des Landes kontrollierte.

Seit 4 Jahren geht nun dieser gnadenlose Kampf, in dem die Armee mit 50.000 Soldaten teilweise Polizeiaufgaben übernimmt. Das ist die Folge von Korruption und Angst bei Polizisten, vor allem in kleineren Orten. Gewonnen ist dieser Krieg gegen die Drogenmafia noch lange nicht.
Die setzen immer noch rund 31 Milliarden euros pro Jahr in den USA um, wohin jährlich etwa 140 Tonnen Kokain geliefert werden.
Bei der Bundespolizei hat es der Staat mit einer Art “Großreinemachen” versucht. Jeder zehnte Beamte musste gehen. Trotzdem dürfte die Korruption nicht ausgerottet sein, erklärt dieser Kenner der Szene. Alberto Islas beschreibt die Bosse als Manager, die auch noch aus dem gefängnis heraus ihr Unternehmen führen und auch Morde in Auftrag geben.

So profitabel wird der Raschgiftschmuggel durch die
Ärmsten der Armen aus Südamerika, die sich in den USA ein besseres Leben erhoffen. Um dorthin zu gelangen sind sie zu jeder Arbeit bereit.
“Maulesel” werden sie verächtlich von jenen genannt, für die sie die Drogen quer durch Mexiko bis in die USA tragen.
“Ausfälle” durch verunglückte oder ermordete “Maulesel” sind in den Kalkulationen der Drogenbosse eingeplant.