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Festnahmen nach Anschlag in Nordossetien

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Festnahmen nach Anschlag in Nordossetien

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Im Zusammenhang mit dem blutigen Selbstmordanschlag in der russischen Kaukasusrepublik Nordossetien hat die Polizei drei Verdächtige festgenommen. Mindestens 16 Menschen waren getötet und 100 verletzt worden, als Attentäter eine Autobombe auf einem belebten Markt in Wladikawkas, der Hauptstadt der Teilrepublik, zündeten. Einen zweiten Sprengsatz konnte die Polizei entschärfen. Sowohl die Stadt als auch der Basar waren schon früher das Ziel von Anschlägen radikalislamischer Extremisten.

Die Kreml-Führung drohte mit heftigen Gegenschlägen. Bei einem Treffen mit dem höchsten muslimischen Geistlichen Russlands zum Ende des Fastenmonats Ramadan sagte Ministerpräsident Wladimir Putin: “Es ist traurig, dass es Menschen gibt, die selbst an diesem muslimischen Feiertag solch grausame Taten verüben können wie den Anschlag von Wladikawkas. Er kostete Unschuldige das Leben, wieder einmal. Die Täter haben weder Seele noch Herz.”

Eine Sprengkraft von bis zu 40 Kilogramm TNT hatte die Bombe laut Ermittlern. Bislang galt der christlich geprägte Teil des Kaukasus’ als vergleichsweise sicher. Doch trotz Milliarden-Investitionen und starker Präsenz von Sicherheitskräften nehmen auch hier die Anschläge von radikalislamischen Extremisten zu.